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Es darf auch leicht sein

Was darf leicht sein? – Sicher das Leben im Allgemeinen, doch da es hier um Ordnung geht, beleuchte ich diesen Satz mal zu meinem Lieblingsthema :-).2015_08_27_6_k

„Das Leben ist doch kein Ponyhof. “ „Um etwas zu erreichen, muss man hart arbeiten“
Kennst Du solche Aussagen? War Deine Kindheit oder ist Dein Leben geprägt von Schwere und Hindernissen, von hart arbeiten und ähnlichem? Oder empfindest Du Dein Leben im großen und ganzen als leicht, aber wenn es um Aufgaben wie Haushalt und Entrümpeln geht, kommst Du an Deine Grenzen? Empfindest Du die Pflichten im Haushalt als anstrengend? Kommen Dir beim Anblick Deiner Chaosecken Gedanken, dass Du das nicht schaffen kannst oder nicht weißt wie?

Achte auf Deine Gedanken
Es sind fast immer die Gedanken, die Dir Energie rauben. Betrachte zum Beispiel Deinen Küchenfußboden. Ist er sauber oder würde er sich über Wasser und Reiniger freuen? Wie lange ist er schon in diesem Zustand? Was genau hindert Dich daran, ihn zu putzen? Hier kommen ein paar Beispielgedanken und auch gleich dazu meine Anmerkungen, die es Dir leichter machen sollen, etwas zu tun oder zu erledigen:

Der Küchenfußboden ist übrigens nur ein Beispiel. Du kannst jede beliebige „Aufgabe“ einsetzen, egal ob es um Haushalt oder Ordnungsthemen geht.

  • „Es warten so viele Aufgaben auf mich. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.“
    Das ist ein ganz großer Energieräuber um nicht zu sagen Energiekiller. Und gegen diesen mächtigen Gedanken hilft meiner Meinung nach nur zu beginnen. Beginne entweder mit dem ersten, das Dir in den Sinn kommt oder mit dem, was Dir in diesem Moment am dringlichsten erscheint. Vielleicht ist es wirklich der Küchenboden? Oder die Sockenschublade, die sich nicht mehr schließen lässt? Denke eben nicht an ALLES was sonst noch zu erledigen ist, sondern mache in diesem einen Moment eine einzige Aufgabe fertig, es darf auch eine ganz kleine sein.
  • „Ich hole doch nicht wegen eines einzigen Bodens mein ganzes Putzzeug hervor. Wenn, dann putze ich die ganze Wohnung und dafür habe ich erst wieder in drei Wochen Zeit.“
    Und was spricht eigentlich dagegen, nur diesen einen Boden zu putzen? Klar ist es effektiver und umweltschonender, gleich alle Böden zu wischen, doch unter Umständen kann es dann wirklich sehr lange dauern bis das Heim wieder sauber ist. Es geht darum, die Kraft raubenden Gedanken zu umgehen und durch kleinere Einheiten sich selbst zu zeigen, dass es leicht ist, etwas zu tun.

  • „Der Boden sollte wirklich mal geputzt werden, aber das mache ich nächste Woche“
    Und warum nicht gleich, wenn Dir der Gedanke in den Sinn kommt? Oder gleich nach Feierabend, falls Du erst mal zur Arbeit musst? Der Vorteil von „gleich erledigen“ liegt auf der Hand, trotzdem machen wir es so selten. Lieber verbringen wir noch einige Zeit mit Gedanken „morgen muss ich…“ oder „nächste Woche muss ich…“ Wenn Du es nicht gleich erledigen kannst, dann vermeide wenigstens die quälenden Gedanken. Noch deutlicher wird dieser Gedanke übrigens, wenn es um Fenster geht. Für Fenster haben wir meistens keine Zeit, doch auch hier gilt, einfach mal zu starten und mit kleinen Etappen zu beginnen. Es muss nicht immer die riesengroße Aktion sein mit Gardinen waschen, Rahmen und Jalousien putzen. Manchmal darf man auch „nur“ die Scheiben putzen und für klare Sicht sorgen.
  • „Bis ich jetzt mein ganzes Putzzeug finde, das ist mir jetzt zu umständlich“
    Wenn eines Deiner Probleme ist, dass Dein Staubsauger hinter vielen anderen Dingen steht, dann empfehle ich Dir, alles so umzustellen, dass Deine Haushalthelfer griffbereit sind. Das ist sozusagen schon mal die halbe Miete.

Manchmal hilft es auch, die Wörter „Aufgaben“, „Pflichten“, „Haushalt“, „Ordnung machen“ und ähnliches aus seinem Wortschatz zu streichen. Nicht selten sind sie negativ behaftet und halten Dich dadurch schon vom Tun ab. Vielleicht gefällt Dir „Wohnungspflege“ besser als Haushalt, weil es Dich an die Körperpflege erinnert, für die Du Dir gerne Zeit nimmst. Sei kreativ und teile gerne mit uns in den Kommentaren Deine Ideen für neue Begriffe.

Ich wünsche Dir spielerisch leichte Aktivitäten rund um die Wohnungspflege im „putzlerischen und ordentlichen Sinne“.

Deine Antje Lohrer

 

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Antje,
    woher wusstest Du dass mein Küchenfußboden seit 2 Tagen nach Wasser schreit?? Ich habe ihn übrigens schnell aufgewaschen, bevor ich diese Zeilen schreibe. Hat mich grade mal 5 Minuten gekostet .

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    • Liebe Heidi,
      Zufall ;-) – freut mich, wenn ich ins Schwarze getroffen habe. Und wenn ich Dich zum Tun angeregt habe, auch.
      Herzliche Grüße
      Antje

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  2. Liebe Antje,
    ich bin begeistert, wie du deine Leidenschaft zum Beruf gemacht hast … und das sozusagen in Eigenregie!
    Ich war in früheren Zeiten jahrelang nebenher büroorganisatorisch tätig, was damals unglaublich positive Nebeneffekte bei mir Zuhause hatte …
    Jetzt arbeite ich oft in Eigenregie Zuhause – und Projektideen und kreative Werke machen trotz aller Mühen das Chaos perfekt … da ist ständiges Sondieren und Ausmisten angesagt.
    Umso mehr habe ich mich gefreut auf deine Seite mit den Ordnungsimpulsen zu stoßen!
    … ich kann übrigens nur zustimmen: Oft sind es die eigenen Gedanken und Begrifflichkeiten, die uns das Leben schwer machen: Anfang letzten Jahres habe ich bewusst versucht, die Worte ‚ich muss…‘ mit ‚ich entscheide mich für…‘ zu ersetzen – mit einem post it am Badezimmerspiegel in einer positivbelegten Farbe mit einem lachendem Schnappschuss von mir, hat das Ganze auch bald Früchte getragen! Herzlichen Gruß!

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    • Liebe Andrea,
      ich freue mich über Deine positiven Worte!
      „ich entscheide mich für“ klingt wunderbar in meinen Ohren. Danke für die Anregung.
      Herzliche Grüße
      Antje

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